S. Antonio ist ein Vorort von Locarno und liegt an der Strecke nach Domodossola.
Die Schmalspurbahn ins Maggiatal wurde 1907 unter dem Namen Ferrovia Locarno-Ponte Brolla-Bignasco LPB, in Betrieb genommen. Sie brachte den Bewohnern des zweitlängsten Tessiner Tales eine komfortable Verbindung nach Locarno.
Die LPB war die erste Bahn die mit Einphasen-Wechselstrom betrieben wurde. Zudem war sie als einzige Schweizer Bahn mit der Seitenfahrleitung nach System MFO aus-gerüstet.
1923 wurde die Centovallibahn zwischen Locarno und dem italienischen Domodossola eröffnet. Den schweizerischen Streckenteil betrieb die Ferrovie Regionali Ticinesi FRT. Diese Bahn benutzte zwischen Locarno und Ponte Brolla die Gleise der LPB. Da die neue Bahn mit Gleichstrom 1200 V betrieben wurde musste die LPB ihr Strom-system anpassen. Zudem wurde die Fahrleitung auf der gemeinsamen Strecke auf die klassische Mittelfahrleitung umgerüstet. Die Triebwagen der LPB benutzten fortan zwischen Locarno und Ponte Brolla den Pantografen und zwischen Ponte Brolla und Bignasco die beiden Seitenruten. Als nach dem zweiten Weltkrieg die LPB ein Gesuch um finanzielle Hilfe an den Bund richtete, verlangte dieser vorgängig eine Fusion mit der Centovallibahn. 1952 fusionierten die beiden Bahnen und die LPB kam zur FRT, Ferrovie Regionali Ticinesi. Kurz vor der Betriebseinstellung der Maggiatalbahn wurde ihre Bezeichnung in FART Ferrovie Autolinee Regionali Ticinesi geändert.
Die Erwartungen der Bahngründer erfüllten sich nicht. Das schwach bevölkerte, relativ arme Tal mit dem noch schwachen Tourismus konnte die erwarteten Frequenzen nicht erbringen. Der Güterverkehr der zur Hauptsache durch Granitsteintransporte aus den vielen Steinbrüchen zur Normalspurbahn bestand, liess sich anfänglich gut an. Die Spezialtarife für diese Massentransporte konnten jedoch den Ertrag nicht wesentlich steigern. Mit der fortlaufenden Verlagerung auf den Strassentransport gingen jedoch selbst diese Einnahmen drastisch zurück. Während die FRT Gleis und Rollmaterial der Centovallibahn laufend modernisierte, liess sie der Maggiatalbahn keine Mittel zur Erneuerung zufliessen. So kam es dass die veraltete Bahn gegen den Willen der Bevölkerung 1965 durch Beschluss des Kanton Tessin eingestellt wurde und an ihre Stelle ein Busbetrieb trat. Die Fahrt durch das schroffe, landschaftlich einzigartige Tal war ein besonderes Erlebnis.
Der ursprüngliche Ausgangspunkt der Maggiatalbahn war im ersten Betriebsjahr Locarno S. Antonio. 1908, als die Locarneser Trambahn eröffnet wurde, konnte die LPB dann über deren Gleise bis zum Bahnhof Locarno SBB vordringen. Dabei wurden die engen Altstadtgassen und die Piazza Grande durchquert. Südlich des SBB Empfangs-gebäudes wurde für die LPB eine zweigleisige Stationsanlage erstellt.
Ab S. Antonio gelangte die Strecke über Solduno gegen die Maggia und folgte dieser oberhalb der Hauptstrasse nach Ponte Brolla. Gleich nach der Maggiabrücke in Ponte Brolla drehte die Strecke mit einer engen Rechtskurve ins Maggiatal und trennte sich von der später erbauten Strecke Richtung Domodossola. Vorbei am eigenen Stations-gebäude und durch einen kleinen Tunnel gelangte der Zug auf die zweite Maggia-brücke. An der linken Talseite, und parallel zur Strasse zog die Strecke talaufwärts und bediente die hier liegenden Dörfer. Kurz nach der zweiten Maggiabrücke befand sich auch der Systemwechsel von der Mittel- zur Seitenfahrleitung. In Visletto wechselte die Bahn mit einer längern Metallbrücke über die Maggia auf die rechte Talseite. In diesem Mittelteil sind die noch heute betriebenen Granitbrüche. In mässiger Steigung führte das Gleis nun mitten im Talboden zur Endstation Bignasco. Hier gab es eine Remise und ein kleines hölzernes Stationsgebäude.
Die Fahrzeit betrug 74 Minuten
Streckenskizze map.search.ch
Wie schon erwähnt wird die Strecke Locarno SBB - Ponte Brolla weiterhin durch die Centovallibahn befahren (zum Teil mit neuer unterirdischer Linienführung im Stadt-bereich). Teilstücke des alten Trassee zwischen Ponte Brolla und Bignasco sind noch sichtbar, vereinzelt auch als Velo- und Wanderwege umgenutzt, oder in Umfahr-ungsstrassen aufgegangen. Ebenfalls noch vorhanden sind die beiden Metallbrücken über die Maggia, kleinere Viadukte und die Tunnel. Auch einige Stationsgebäude haben die Bahneinstellung überlebt. In der Endstation Bignasco allerdings erinnert nichts mehr an die Bahnzeit.
Auch hier bei der Maggiatalbahn gilt was schon bei der BA gesagt wurde. Grosse Teile der Bahnstrecke wurden zu Umfahrungsstrassen umgebaut. Dazwischen gibt es jedoch einige Abschnitte die eine Trasseewanderung durchaus lohnenswert machen. Ich möchte hier das Teilstück zwischen Someo und Riveo erwähnen wo das Trassee leicht oberhalb der Talstrasse verläuft und noch nicht zum Veloweg ausgebaut wurde.
Ab der Bushaltestelle Someo folgt man einige hundert Meter der Umfahrungsstrasse (ehemaliges LPB Trassee) bis zu einer Autowerkstätte. Nun zweigt rechts das LPB Trassee als schmaler Weg ab und folgt etwas erhöht der Hauptstrasse. Vor Riveo kommt das Trassee wieder auf das Strassenniveau unf folgt dieser bis zur Haltestelle Riveo.
Wanderzeit: 1 Stunde
Wesentlich angenehmer gestaltet sich natürlich eine Streckenbefahrung zwischen Ponte Brolla und Cevio mit dem Velo, da grosse Trassee-Teilstücke zum Fahrradweg umgebaut wurden (insofern keine Umfahrungsstrassen nötig wurden).
Betriebsaufnahme Strecke
Locarno S. Antonio - Bignasco
2.09.1907
Locarno SBB - S. Antonio
3.07.1908 (über Tramstrecke)
Fusion mit der FRT
1.01.1952
Betriebseinstellung Strecke:
Ponte Brolla - Bignasco
29.11.1965
Abgebrochene Strecke:
Ponte Brolla - Bignasco
23,3 km
Streckenabbruch
anschliessend
Ersatzbetrieb
Bus
Eigentumslänge
27,1 km
Betriebslänge
29,8 km
Strassenstrecken
2,3 km
Spurweite
1000 mm
Kleinster Kurvenradius
100 m
Grösste Neigung
39 0/00
Anzahl Weichen
36
Stationen und Haltestellen aufgehoben
12
Tiefste Station (S.Antonio)
217 m.ü.M.
Höchste Station (Bignasco)
442 m.ü.M.
Depot / Werkstätte
S.Antonio
Anzahl Tunnel
4
Anzahl Brücken (über 2 m Länge)
25
Betriebsart
Elektrisch
Elektrischer Betrieb ab
Eröffnung
Stromsystem
Wechselstrom, 26 Hz
Spannung
5000 V (800 V auf Tramstrecke)
Aenderung Stromsystem
1923
Stomsystem
Gleichstrom
Spannung
1200 V
Personalbestand
36
Beförderte Personen 1908
196 203
Beförderte Personen 1950
231 008
Beförderte Güter 1908
11 209 t
Beförderte Güter 1950
39 196 t
Anzahl Zugspaare
6
Kupplungssystem
Zp 2
Bremssystem
elektr. Bremse / Druckluft
Stromabnehmer
Seitenruten und Panto
Fahrzeugbreite
2,70 m
Anstrich der Personenfahrzeuge
blau / weiss
Höchstgeschwindigkeit
45 km/h
Triebfahrzeuge
Typ
Nr.
Baujahr
Lieferfirmen
Länge
Gewicht
Leistung
Plätze
Bemerkungen
m
t
PS
1 / 2
BCFe 4/4
1
1906
MAN/MFO
16,00
30
244
12 / 32
1952 an FRT
BCFe 4/4
2
1906
MAN/MFO
16,00
30
244
12 / 32
1952 an FRT
BCFe 4/4
3
1906
MAN/MFO
16,00
30
244
12 / 32
1952 an FRT
Personenwagen
Typ
Nr.
Baujahr
Lieferfirmen
Länge
Gewicht
Plätze
Bemerkungen
m
t
2
C
51
1907
MAN
10,10
8
40
1952 an FRT
C
52
1907
MAN
10,10
8
40
1952 an FRT
CZ
71
1912
SWS
10,03
7
16
1952 an FRT
Güterwagen
Typ
Nr.
Baujahr
Lieferfirmen
Länge
Gewicht
Lade-
Bemerkungen
m
t
gewicht t
K
101-104
1907
Rastatt
7,00
6
10
1952 an FRT
M
121-124
1907
Rastatt
7,00
5
10
1952 an FRT
M
141-144
1907
Rastatt
7,00
5
10
1952 an FRT
M
145-146
1910
SWS
8,00
5
10
1952 an FRT
N
161-164
1907
Rastatt
7,00
5
10
1952 an FRT
Während die Triebwagen infolge Ihrer Ausrüstung mit Ruten für die Seitenfahrleitung ausschliesslich im Maggiatal im Einsatz standen, wurden die Wagen nach der Fusion 1952 mit der FRT freizügig verwendet.
Name
Bahn km
Höhe m.ü.M.
HG
NG
DW
R
S. Antonio 1)
0,0
217
4
5
1
1
Ponte Brolla
3,5
258
2
1
1
Avegno
6,3
296
2
Gordevio
8,7
315
2
Ronchini
10,4
307
1
Aurigeno-Moghegno
11,6
321
1
1
Maggia
12,5
330
2
1
Lodano
14,9
344
2
Coglio-Giumaglio
16,1
353
1
1
Someo
18,6
372
2
Riveo
21,7
394
2
2
Cevio
24,6
419
2
Cevio Ospedale
25,4
423
1
Bignasco
27,1
442
2
3
1
1) Die Station S. Antonio blieb für die Centovallibahn bis zur Eröffnung der Tunnelstrecke weiterhin in Betrieb!
Die Strecke S. Antonio - Ponte Brolla blieb erhalten. Sie wird weiterhin durch die Centovallibahn benutzt. Die Kilometrierung der LPB begann an ihrem ursprüglichen Ausgangspunkt in S. Antonio.
HG
=
Hauptgleis
NG
=
Nebengleis
DW
=
Depot / Werkstätte
R
=
Remise
Fotohalt während den Probefahrten. 1907
Rutenstromabnehmer für die Seitenfahrleitung.
Die Güter- und Abstellanlagen in Locarno (hinter den SBB Gleisen).
Locarno Bahnhofplatz, Abfahrtsort der Maggiatal- und Centovalli Züge. Heute ist der Platz schienenfrei. Die Centovallizüge sind im Untergrund.
Züge nach Domodossola und Bignasco. 1962 Foto J. Ehrbar
Locarno Bahnhofplatz, Zug nach Bignasco. Bis hinter Ponte Brolla wird mit dem Pantografen gefahren, anschliessend mit den beiden Ruten. 1965 Foto P. Sutter, Archiv Tramclub Basel
Locarno Piazza Castello, im Anstieg gegen S. Antonio.
Der Zug hat S. Antonio verlassen unf fährt zum Bahnhof Locarno SBB.
Locarno S. Antonio mit Zug Richtung Bignasco.
Depot S. Antonio, ursprüngliches Depot der Maggiatalbahn. 1965 Foto P. Sutter, Archiv Tramclub Basel
Locarno S. Antonio, bis 1908 Ausgangspunkt der Maggiatalbahn. 1965 Foto P. Sutter, Archiv Tramclub Basel
Locarno S. Antonio. 1979 Foto J. Ehrbar
Ponte Brolla, Verzweigungsstation Maggiatal / Centovalli. Nach Eröffnung der Centovallibahn hielten auch die Züge der Maggiatalbahn an dieser Stelle. Die eigene Station vor dem Tunnel wurde nicht mehr bedient. Foto P. Sutter, Archiv Tramclub Basel
BCFe 4/4 2 in Ponte Brolla. 1908 Coll. J.-L. Rochaix
Der Tunnel von Ponte Brolla
Die zweite Maggiabrücke bei Ponte Brolla.
Maggiabrücke bei Ponte Brolla.
ABDe 4/4 3 in Avegno. 1965
Gordevio mit Zug nach Locarno. Fahrt unter der Seitenfahrleitung.
Zug nach Locarno bei Aurigeno-Moghegno am Ufer der Maggia. 1965
Aurigeno-Moghegno mit Zug nach Bignasco.
Einfahrt in die Station Maggia. Foto P. Sutter
Station Maggia mit Zug nach Locarno.
Zwischenhalt in Maggia. 1933 Foto J. Ehrbar
In Lodano mit Zug nach Bignasco. 1964
Zugskreuzung in Lodano. 1965
Station Coglio-Giumaglio. 1965
Zugskreuzung auf der Station Someo 1965 Foto W. Eckardt
Vor Riveo mit Zug nach Bignasco.
Vor dem Visletto Tunnel.
Blick aus dem Zug auf den Visletto Tunnel. 1963 Foto J. Ehrbar
Beim Visletto Tunnel.
Vor Visletto, bergwärts fahrender Zug.
Vor uns liegt der Weiler Visletto. 1963 Foto J. Ehrbar
Bei Visletto überquert der Zug zum dritten Mal die Maggia.
Maggiabrücke bei Visletto mit Zug nach Locarno. Dahinter die Strasssen- brücke. Blick in Richtung Bignasco.
Auf der Maggiabrücke bei Visletto. 1964
Der Zug nach Locarno macht Halt in Cevio.
Ansturm in Cevio. 1965 Foto W. Eckardt
Einfahrt in Cevio, aus Bignasco kommend.
Einfahrt in die Endstation Bignasco. Deutlich zu sehen wie die Ruten die Seitenfahrleitung im Bereich der Weichen bestreichen.
Bignasco mit abfahrbereitem Zug nach Locarno. Auch hier ist die Kontaktrute gut zu sehen. Im Bahnhofbereich wird die Seitenfahrleitung zur Mittelfahrleitung.
Der ABDe 4/4 18 der Centovallibahn wurde als einziges Triebfahrzeug für den Betrieb unter der Seitenfahrleitung ergänzt. Foto H. Waldburger
Bignasco mit der Remise rechts hinten. 1965
Das für eine Endstation recht schmächtige Stationsgebäude. 1965
Der ABDe 4/4 2 bereit zur Rücklfahrt nach Locarno. 1962
Bignasco 1910, Blick Richtung Gleisende. Coll. J.-L. Rochaix
Station Bignasco aus der Vogelschau. 1963 Foto J. Ehrbar
Auf der Endstation Bignasco. 1962 Foto J. Ehrbar
Das Stationsgebiet von Bignasco und der daneben liegenden Talstrasse.
Bignasco, Verstärkungswagen neben der Remise. Foto R. Werder
Das Gleisende in Bignasco. Blick talauswärts.
Alle Fotos ohne Autorenname, M. Grandguillaume
Ausschnitt aus dem Kursbuch 1965
Die heutige Station Ponte Brolla der Centovallibahn. Im Hintergrund ist die Streckenverzweigung zu sehen, links geht es Richtung Domodossola und nach rechts ins Maggiatal.
Die alte Station Ponte Brolla LPB welche wenige Meter nach der Streckenverzweigung liegt. Im Hintergrund der mit einem Tor abgeschlossene Tunnel. 1979
Alte LPB Station Ponte Brolla. Unmittelbar vor dem Tunnel wurde das neue FART Depot erstellt. Der Tunnel dient als Abstellgleis und ist auf der Nordseite zugemauert.
Das Stationsgebäude Ponte Brolla der LPB war nur bis 1923 in Betrieb. Nach der Eröffnung der Centovallibahn benutzten beide Bahnen die neue, noch heute bestehende Station.
Der Tunnel von Ponte Brolla mit der Reststrecke von der Maggiabrücke aus gesehen. (Heute überdeckt). 1979
Gleich nach dem verlassen des Tunnels wurde die Maggia ein zweites Mal auf einer schönen Metallbrücke überquert ( heute Fussgängerbrücke).
Die Brücke, flussabwärts gesehen.
Nach der Brücke führt das Trassee zur hinten sichtbaren Hauptstrasse und überquert diese.
Anschliessend lag das Gleis bergseitig neben der Strasse.
An dieser Stelle trennte sich die Bahn aus der Strasssennähe. Hier beginnt der erste Veloweg.
Das Trassee, hier gut ausgebaut und durchwegs asphaltiert.
Auch dieser kleine Bachdurchlass tut noch seinen Dienst.
Durch ein kleines Wäldchen entlang der alten LPB Trockenmauer.
Auch diese Siedlungsstrasse läuft auf dem alten Bahntrassee. Wir sind in Avegno di fuori.
Hier lag die Station Avegno. Die am Dorfrand entlang führende Bahnstrecke wurde zur Umfahrungsstrasse ausgebaut.
Nach Avegno gelangte das Gleis wieder zur Hauptstrasse und verlief zuerst talseitig, nachher bergseitig von dieser Richtung Gordevio.
Der Sass Pietsch Tunnel nach der Umstellung und vor dem Ausbau zum Strassentunnel (nun Torbeccio Tunnel benannt).
Vor uns liegt der Torbeccio Tunnel. Als Bahntunnel erstellt wurde er grosszügig erweitert zum Strassentunnel. Die alte Hauptstrasse führte früher in der Linie des Veloweges aussen herum.
Eines der beiden Tunnelfenster die der Bahntunnel besass.
Der Torbeccio Tunnel von der Nordseite mit dem Veloweg auf der ehemaligen Hauptstrasse.
In Gordevio wurde das alte Bahntrassee nicht zur Umfahrungsstrasse umgenutzt. Im Vordergrund das Stationsgebiet. Das einfache Stationsgebäude aus Holz wurde abgebrochen. Der gelbe PW steht auf dem Trassee.
Nach der Station Gordevio führte das Gleis wieder zur Hauptstrasse zurück und folgte dieser talseitig.
Haltestelle Ronchini. Dieser an ein Wohnhaus angebaute Unterstand dient auch heute noch den Buspassagieren.
Immer der Strasse folgend wurde die Station Aurigeno-Moghegno erreicht welche etwas hinter der sichtbaren Bushaltestelle lag. Aurigeno und Moghegno sind zwei Dörfer welche auf der andern Flussseite liegen. Im Hintergrund ist die Sta. Maria Kapelle sichtbar. Die Bahn führte links vorbei, die Hauptstrasse rechts. Ab diesem Punkt wurde das Bahntrassee wieder zur Umfahrungsstrasse.
Blick von der Kapelle zum Dorf Maggia mit der Umfahrungsstrasse ex Bahntrassee.
Die Busstation von Maggia. Genau an dieser Stelle lag auch die Bahnstation. Auch hier liegt die Umfahrungsstrasse auf dem Bahntrassee.
Die Umfahrungsstrasse hinter Maggia mit der alten Bruchsteinmauer der LPB.
Hier vereinigt sich die Umfahrungsstrasse wieder mit der von rechts kommenden Hauptstrasse. Das Bahngleis welches in der Achse der neuen Strasse lag, überquerte an dieser Stelle die Haupt- strasse und führte hinten rechts vom Geländer weiter.
Das nun etwas oberhalb der Strasse liegende Trassee wurde wieder zum Veloweg ausgebaut.
Bei Lodano erreichte das Bahngleis wieder das Strassenniveau.
Wir blicken hier auf das ehemalige Stationsgebiet von Lodano. Das Dorf liegt auch hier auf der gegenüber liegenden Seite der Maggia.
Auch das Stationsgebäude von Lodano blieb bis heute erhalten.
Ab Lodano lag das Gleis talseitig der Hauptstrasse. Hier, kurz vor Coglio trennte sich das Bahngleis wieder aus der Nachbarschaft zur Hauptstrasse und umfuhr das Dorf talseitig. Auch hier wird das alte Trassee zur Umfahrungsstrasse.
Die beiden Dörfer Coglio und Giumaglio besassen nur eine gemeinsame Haltestelle welche ungefähr bei dieser Tankstelle lag.
In Giumaglio liegt bei einer Bachquerung die neue Strasse einige Meter seitlich des Bahntrassee. Die alten Widerlager der Bahnbrücke blieben erhalten.
Die Umfahrungsstrasse bei Giumaglio mit der alten LPB Stützmauer.
Auch hier ist am Rand der Strasse noch ein alter Bachdurchlass der Bahnstrecke zu finden.
Wir stehen hier auf dem Bahntrassee, nun Umfahrunsstrasse bei Someo.
Hier lag das Stationsgebiet von Someo mit der ins Dorf führenden Stationsstrasse.
Ausserhalb Someo. Hier ist die Umfahrungsstrasse zu Ende. Von rechts kommt die alte Haupt- strasse. Das Bahngleis überquerte hier ein weiteres Mal die Hauptstrasse und führte dann auf die rechts hinten sichtbare Rampe.
Auf dem Bahntrassee hinter Someo.
Die kleine Bahnbrücke oberhalb der Hauptstrasse.
Das mit Schwellen gedeckte Brücklein.
Auf diesem Trasseeteil gibt es sogar noch etwas original Bahnschotter zu sehen.
So schön kann eine Trasseewanderung sein!
Langsam gelangt das Trassee wieder auf das Strassenniveau.
Alte Masthalterungen an der Stützmauer zur Strasse.
Eine weitere Bahnbrücke neben der Hauptstrasse.
Immer noch rechts der Strasse zog das Bahngleis durch die Siedlung Riveo.
Das Stationsgebäude von Riveo mit angebauter Umformerstation.
Riveo hatte grosse Bedeutung als Versandstation für Granitsteinerzeugnisse. Die ehemaligen Laderampen sind noch sichtbar.
Der dritte Tunnel auf dem eingestellten Streckenteil blieb im Original erhalten. Der Visletto Tunnel mit seinem Südportal.
Ein Träger der Tunnelfahrleitung System MFO und darunter die Telefonleitung.
Das Nordportal.
Vor Visletto trennt sich die Bahn wieder von der Strasse.
In erhöhter Lage führt das Trassee nun nach dem Weiler Visletto.
Hier findet man diese schön restaurierte Bahnbrücke.
Zwischen Häusern und der kleinen Kirche führte das Gleis zu einem der berüchtigsten Bahnüber- gänge der LPB und anschliessend auf die Visletto Brücke.
Aus der Halbvogelschau, neben der Kirche das Trassee mit dem ehemaligen Bahnübergang und dahinter die dritte Maggiabrücke.
Die Visletto Brücke aus der Gegenrichtung gesehen.
Und noch eine Ansicht aus der Froschperspektive.
Nach der Brücke führte die Strecke wieder nordwärts und überquerte hier abermals die Haupt- strasse. Wir sehen links die alte Strasse welche durch das Dorf Cevio führt und rechts die Umfahrungsstrasse auf dem alten Bahntrassee. Dieser Trasseeteil blieb während vielen Jahren erhalten, wurde doch die neue Strasse erst vor wenigen Jahren erstellt.
Das Gebiet der Station Cevio. Das Stationsgebäude befand sich hinten links bei der Haltebucht für den Bus.
Ausgangs Cevio ist wieder ein kurzer Teil des Trassee zu sehen.
Bei Cevio Ospedale ist ein längeres Stück Bahndamm sichtbar, der allerdings fast auf der ganzen Länge mit Gehölz bewachsen ist. Hier wurden einige Meter gerodet. Der Bahnschotter ist noch gut zu sehen.
Hier rückte die Bahn wieder in die Nähe der Hauptstrasse. Bei diesem Bachlauf sind noch gut die Brückenwiderlager der LPB zu sehen.
Natürlich darf der am Dorfeingang von Bignasco als Lagerraum abgestellte K 105 nicht fehlen. Dieser Güterwagen diente bis zum Bau des neuen FART Gebäudes in Bignasco als provisorischer Güterschuppen.
1
Ortsanfang Bignasco. Das Gleis lag rechts neben der Strasse zur Maggia hin.
Ein Maggiatalbus vor dem Betriebsgebäude der FART in Bignasco.
Das neue Betriebsgebäude Bignasco. Das alte Stationsgebäude in Holzkonstruktion lag auf der rechten Fahrspur, die Gleisanlage an der Stelle der neuen Station und Garage.