Bereits 1860 wurde die Juralinie zwischen Neuenburg und La Chaux-de-Fonds durch die Jura industriell JI, eröffnet. 1874 wurde die Strecke Biel - Sonceboz - La Chaux-de-Fonds durch die Jura-bernois Bahn JB, ab 1884 Jura-Bern-Luzern Bahn JBL, in Betrieb genommen.
Um die hohen Kosten für einen zweiten Tunnel durch den La Chaux-de-Fonds vorgelagerten Hügelzug zu sparen, wurde die Strecke der JBL bei Les Convers an die JI geführt. In Les Convers wurden die Wagen der JBL von der JI übernommen und durch den Mont Sagne Tunnel nach La Chaux-de-Fonds befördert. Auf der Rückfahrt wurden die Wagen in Les Convers wieder von der JBL Lok übernommen. Da dieses Verfahren recht zeitaufwendig und kompliziert war, ebenso Probleme mit der Fahrplangestaltung brachte, musste die JBL wohl oder übel einen eigenen Tunnel zwischen Le Creux und La Chaux-de-Fonds erstellen. Der Crosettes Tunnel konnte 1888 dem Betrieb über-geben werden und die Strecke zwischen Le Creux und Les Convers wurde nach einer Betriebszeit von nur gerade 14 Jahren bereits wieder stillgelegt. Aus strategischen Gründen verlangte das Militär dass die Strecke noch erhalten bleibe. 1895 konnte dann der Abbruch erfolgen. Allerdings blieb in Les Convers als auch in Le Creux ein längeres Streckenstück vorerst als Abstellgleis erhalten.
Mit dem Bau der neuen Autostrasse und der Untertunnelung der Vue des Alpes wurde in Les Convers neben der Bahnstation für die neue Strasse eine gedeckte Betonbrücke erstellt, welche die Gegend total veränderte. Die Station Les Convers wurde aufge-hoben und sämtliche Bahngebäude abgebrochen. Zu erwähnen wäre noch dass auf der andern Seite bei Le Creux beim Bau des Tunnels von Les Crosettes das Stationsge-bäude von Le Creux erstellt wurde. Das Gebäude steht auch heute noch da, die Halte-stelle jedoch wurde ebenfalls aufgehoben.
Die Bahn folgte dem bei Le Creux nach südwesten führenden obersten Teil des St. Immer Tales in Hanglage aufwärts bis zur JI Station Les Convers. Ausser einem 152 Meter langen Tunnel waren keine nennenswerten Kunstbauten vorhanden.
Das ehemalige Bahntrassee ist als Wanderweg noch heute begehbar. Bei Les Convers hinter der neuen Strassenbrücke kann man das total überwachsene, zuletzt noch als Abstellgleis genutzte ehemalige Streckengleis entdecken. Der Tunnel besteht auch noch, allerdings sind die Tunnelgewölbe hinter den Portalen zum Teil eingestürzt. In der Station Le Creux blieb während vielen Jahren ebenfals noch ein kurzes Strecken-stück Richtung Les Convers als Abstellgleis erhalten, welches bei der Einstellung der Haltestelle jedoch entfernt wurde.
Es wurden keine Stationen geschlossen.
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Les Convers. Dieses leider sehr schlechte Bild zeigt rechts die ehemalige JBL Anlage, nun elektrifiziert und als Abstellgleise genutzt. |
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Die zwischen zwei Tunnel liegende Haltestelle Les Convers. Die Weiche im Vordergrund führte zur Reststrecke Richtung Le Creux. |
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| Die ehemalige, nun rückgebaute Station Les Convers. Die Station liegt zwischen zwei Tunnel. Auf der linken Bildseite lag das Kreuzungsgleis und das ursprüngliche Stationsgebäude. Der Tunnel war nicht doppelspurig, er musste die erste Weiche aufnehmen. |
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| Hier war die Einmündung der Strecke von Le Creux. Durch die untere linke Oeffnung der Stras-senbrücke lief das Gleis zum Schachtdeckel im Vordergrund und band sich in die JI Station ein. Auch diese Strecke hatte im Bereich der Strassenbrücke ein Ausweichgleis sowie Abstell-gleise. |
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| Nachdem die Strassenbrücke passiert ist kommen wir auf das gut erhaltene Trassee zurück. |
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| Eine Schwelle im Weg verwies auf das Gleis, das nach einer Rodung sichtbar wurde. |
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| Auch hier liegt das Gleis weiterhin im Grünen. |
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| Der Forstweg wird etwas breiter. Rechts immer noch das Gleis. |
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| Hier sind die Schwellen doch schon etwas unterspühlt. |
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| Die letzten Meter Gleis mit der moosbedeckten Schiene. |
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| Das in den Fels gesprengte Trassee. |
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| Nun nähert sich die Strecke dem Tunnel. |
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| Rückblick auf den Bahndamm. Der Wanderweg ist fast nicht auszumachen. |
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| Durch einen kurzen Einschnitt sehen wir bereits das Südportal. |
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| Dieser Tunnel wurde also bereits im vorletzten Jahrhundert aufgegeben. |
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| Das Portal ist noch intakt, ein Stück Gewölbe dahinter eingestürzt. |
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| Auch weiter hinten ist ein Teil des Gewölbes zerstört. |
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| Blick zurück nach draussen. |
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| Südportal mit Voreinschnitt. |
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| Hier sind wir bereits im Voreinschnitt des Nordportals. |
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| Der Einschnitt auf dieser Seite ist tiefer, der Zustand von Portal und Gewölbe ähnlich wie auf der Südseite. |
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| Auch hier ein noch intaktes Portal mit einem zum Teil eingestürzten Gewölbe dahinter. |
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| Der Voreinschnitt vom Nordportal aus gesehen. |
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Nach dem Verlassen des Tunneleinschnittes stossen wir wieder auf ein Schotterbett. Hier war das Ende des noch lange verwendeten Abstell- gleises. |
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Und schon kommt das ehemalige Stationsgebäude von Le Creux in den Blick. Dieses Gebäude wurde allerdings erst zusammen mit der neuen Tunnelstrecke erbaut. |
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| Le Creux. Die alte Streckenführung ist anhand des Schotterbettes gut sichtbar. Rechts von der Elektrokabine traf die alte Strecke auf das noch bestehende Gleis von Renan Richtung La Chaux-de-Fonds. |
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| Blick zurück auf das ehemalige Stationsgebäude von Le Creux. Rechts die neue Strecke mit dem Les Crosettes Tunnel Richtung La Chaux-de-Fonds, links das ehemalige Trassee Richtung Les Convers. |
| Alle Fotos: J. Ehrbar August 2007 |