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Station Dongio     1973                               Foto  P. Sutter, Archiv Tramclub Basel



Biasca liegt an der Gotthard-Südrampe 20 km oberhalb Bellinzona

 


Die Schmalspurbahn ins Bleniotal welche an der SBB Station Biasca ihren Anfang nahm um im eher unbedeutenden Ort Acquarossa zu enden, blieb leider ein Stückwerk. Geplant war eine Bahnverbindung zwischen Biasca und Olivone, dem Hauptort im obern Tal. Da die Finanzierung grosse Mühe machte (das Tal war relativ arm und eine Rendite der Bahn sehr unwahrscheinlich) beschloss man die Strecke in zwei Abschnitten zu erstellen. 1911 konnte die 1. Sektion bis Acquarossa den Betrieb aufnehmen. Als nun die Finanzierung der 2. Sektion nach Olivone erfolgen sollte, machte die immer schärfere Wirtschaftskrise und der Zusammenbruch mehrerer Tessiner Bankinstitute das Vorhaben zu nichte. Der nun folgende erste Weltkrieg und die schlechten Nachkriegsjahre waren für den Weiterbau nicht günstiger und da sich die Bahnfrequenzen der 1. Sektion nicht wie gewünscht entwickelten, kam das Aus für den Weiterbau. Zwar gab es später noch Pläne für eine Weiterführung der Bahn über den Lukmanierpass mit Anschluss ans RhB-Netz, doch es blieben Träume.

Der Verkehr im Bleniotal war nun also zweigeteilt, unten die Bahn - oben der Bus. Es erstaunt daher nicht als in 60er Jahren, die Bahn sollte umfassend saniert werden, der Ruf nach einem durchgehenden Busbetrieb laut wurde. 1973 wurde der Bahnbetrieb eingestellt und die Gesellschaft übernahm den durchgehenden Busbetrieb zwischen Biasca und Olivone, später sogar bis auf den Lukmanierpass. Bereits 1933 hatte die Bahn übrigens einen Lastwagenbetrieb zur Güterversorgung des Tales eröffnet.



Der Bahnhofplatz von Biasca, Station an der Gotthardbahn, war Ausgangspunkt der BA. Nach wenigen Metern verliess das Gleis die Strasse und führte nun auf eigenem Bahnkörper weiter. In einer kombinierten Bahn-/ Strassenunterführung wurde die Gotthardstrecke unterquert und bald kam das neue Depotgebäude in Sicht. Immer in nördlicher Richtung über die weite Schwemm-ebene des Brenno und weiter ins enge Bleniotal. Nach den letzten Häusern von Biasca wird die Bahn vom Berghang ans linke Flussufer gedrängt. Bei Loderio weitet sich das Tal wieder und die Strecke folgt Strasse und linkem Berghang bis Malvaglia. Hier wird es wieder eng und die Bahn windet sich immer in mässiger Steigung dem Fluss entlang aufwärts bis Motta. Von  hier bis zur Endstation in Acquarossa ist das Tal wieder breiter, wenn auch im letzten Abschnitt stärker ansteigend. Die Strecke war mit ener Neigung von 35 0/00  und einem Mindestradius von 133 m vorzüglich trassiert. Nebst einem Tunnel war die Strecke reich an Brücken.

Die Fahrzeit betrug 27 Minuten.

Streckenskizze                                                                  map.search.ch



Zeugen der Bahn sind nur noch spärlich vorhanden. Das relativ neue Depotgebäude in Biasca Borgo wurde zur Busgarage umfunktioniert und in Acquarossa sind Stationsgebäude und Wagenremise erhalten geblieben. Das ehemalige Stationsgelände wird als Busstation benutzt. Als einziges Stationsgebäude auf Zwischenstationen blieb dasjenige von Corzoneso erhalten. Längere Streckenteile entlang der Dörfer wurden zu Umfahrungsstrassen umgebaut, andere sind noch als Flurwege erhalten.



Wie bereits im Kapitel "Was blieb erhalten?" erwähnt wurden grosse Abschnitte vom Bahn-trassee zu Umfahrungsstrassen umgebaut. Die verbliebenen Trasseeteile welche als Flur- und Wanderwege erhalten blieben sind daher zerstückelt und für Wanderungen wenig geeignet. Daher kommt für eine Bahnwanderung nur der Abschnitt durch die Brennoschlucht zwischen Malvaglia und Motto in Frage.

Von der Bushaltestelle Malvaglia Rongie folgt man der Umfahrungsstrasse (ehemaliges BA Trassee) etwa 500 Meter talaufwärts. Da wo rechterhand die alte Hauptstrasse einmündet, geht man auf die linke Strassenseite und sieht einen Flurweg, welcher sich zum Fluss hin absenkt. Wir sind auf dem praktisch unveränderten BA Trassee. Etliche Betonsockel an welchen die hölzernen Fahrleitungsmasten befestigt waren sind noch vorhanden, ebenso Brückenfundamente und viele Stützmauern. Nach ca. 2 km entlang des Brenno Flusses kommen wir wieder auf das Niveau der Hauptstrasse empor und zum Endpunkt bei der kleinen Kapelle von Motto, vor der einst das  Haltestellengebäude von Motto-Ludiano stand. Gleich an der Hauptstrasse liegt die Bushaltestelle.

Wanderzeit:       35 Minuten 



Betriebsaufnahme Strecke:                                 
Biasca - Acquarossa             6.07.1911               
Betriebseinstellung Strecke:
Biasca - Acquarossa            29.09.1973
Streckenabbruch          anschliessend
Ersatzbetrieb                 Bus
Streckenlänge                     13,8  km
Strassenstrecken                      0,3  km
Spurweite                    1000  mm
Kleinster Kurvenradius                       133  m
Grösste Neigung                    35  0/00
Anzahl Weichen                  23  
Anzahl Stationen und Haltestellen                  14
Tiefste Station             (Biasca)                  292  m.ü.M.
Höchste Station        (Acquarossa)                 538  m.ü.M.
Depot / Werkstätte            Biasca Borgo
Anzahl Tunnel                   1
Anzahl Brücken  (über 2 m Länge)                  22
Betriebsart             Elektrisch
Elektrischer Betrieb ab             Eröffnung
Stromsystem            Gleichstrom
Spannung                       1 200  V
Personalbestand                  17
Beförderte Personen      1936               91 857
Beförderte Personen      1972              204 829
Beförderte Güter           1936                      4 553  t
Beförderte Güter           1972                      1 707  t
Anzahl Zugspaare                  8
Kupplungssystem                Zp 2
Bremssystem elektr. Bremse / Druckluft   1)
Stromabnehmer               Panto
Fahrzeugbreite                      2,70  m
Anstrich der Personenfahrzeuge           grün / crème
Höchstgeschwindigkeit                    55  km/h

1)  Ursprünglich Vakuumbremse



Triebfahrzeuge

Typ        Nr.   Baujahr  Lieferfirmen Länge   GewichtLeistung Plätze  Bemerkungen
    m     t   PS 1 / 2
ABDe 2/4  1  1911  SWS/BBC 13,83    21  1608 / 241973  Abbruch
ABDe 2/4  2  1911 SWS/BBC 13,83    21  1608 / 241973  Abbruch
ABDe 2/4  3  1911 SWS/BBC 13,83    21  1608 / 24 1)    Abbruch
ABe 4/4  4  1951 SWS/SAAS 16,45    28  3808 / 481973  an MOB
ABe 4/4  5  1963 SWS/SAAS 16,45    28  3808 / 481973  an OJB

1) der ABDe 2/4 3 war nach der Betriebsumstellung bis 1991 in Acquarossa als Denkmal aufgestellt.

Personenwagen

Typ     Nr.     Baujahr     Lieferfirmen  Länge   Gewicht   Plätze   Bemerkungen
   m     t    2
B2  11   1911     SWS  8,40     7   321973  Abbruch
B2  12   1911     SWS  8,40     7   321973  an FSS
B3   1)  13   1909      SIG  9,78     8   401973  Abbruch
B3   1)  14   1909      SIG  9,78     8   401973  Abbruch
Z  57 1904/49  SIG/SWS  9,20     8   --1973  an FLP

1) 1955 von Brünigbahn übernommen.

Güterwagen

Ty     Nr.          Baujahr   Lieferfirmen  Länge   GewichtLade-Bemerkungen
    m    tgewicht t
K 21 - 23  1911     SWS  6,30    5    101973  Abbruch
K    241911/20   SWS/BA  6,30    5    101973  Abbruch
K  2) 25 - 28  1926   Magliola  6,80    5    151973  Abbruch
K  2)    29  1926Magliola/BA  7,90    6    121973  Abbruch
L 31 - 32  1911     SWS  6,30    4    101973  Abbruch
OM    41  1911     SWS 10,20    7    121973  Abbruch
M    51  1911     SWS  6,30    4    101973  Abbruch

Ferner war noch ein Fahrleitungs-Montagewagen vorhanden.

2) Diese Güterwagen wurden von der eingestellten italienischen Bahn Arezzo- Fossato FAC übernommen.



Name                       Bahn km    Höhe m.ü.M HG    NG    R      DW 
Biasca  SBB     0,0     292  1  3
Biasca Borgo  (Depot)     0,8     301  2  4  1
Biasca Borgo  Hlst.     1,0     304  1
Vallone     1,9     346  1
Loderio     3,4     353  1
Leggiuna     4,8     365  1
Brugaio     5,6     359  1
Malvaglia Chiesa     6,5     366  2 
Malvaglia Rongie     7,7     380  2
Motto-Ludiano     9,6     441  1
Marogno    10,4     452  1
Dongio    11,5     479  2 
Corzoneso    12,6     505  2
Acquarossa    13,8     538  2  3  3


HG  =  Hauptgleis
NG =  Nebengleis
R =  Remise
DW =Depot / Werkstätte  




Biasca SBB Bahnhofplatz um 1970 mit soeben angekommenen Zug der BA. Blick Richtung Ausfahrt.
Biasca SBB mit bereitgestelltem Extrazug. Alle vier Personenwagen sind eingereiht.
Im Abstellgleis von Biasca.
K  29  der BA am Güterschuppen der SBB in Biasca.     Foto  R. Werder
Das alte Depot in Biasca, in Betrieb bis 1962.             Foto  R. Werder
Der ABe 4/4  4-5 bei der Einfahrt nach Biasca SBB.        1970
Unterführung der SBB Gotthard-Strecke.
Beim neuen Depot kurz vor Biasca.
Depot Biasca Borgo um 1970, es fehlt nur der ABDe 2/4  2
Depot Biasca Borgo, im Hintergrund die SBB Strecke.
Bei der Haltestelle Biasca Borgo.
Entlang der Via Parallela Richtung Bleniotal.
Ein ABe 4/4  4-5 kurz vor Biasca.
Carnone Tunnel (Büza di Biasca) mit ABDe 2/4  1.          Foto  R. Villoz
Auf der Nordseite des Carnone Tunnels mit dem ABDe 2/4  3.
Bei der Strassenbrücke nach Loderio. ABe 4/4  4 - 5 mit Z2  57.
Bei Loderio.         1973                                     Coll.  J.-L. Rochaix
Blick aus dem Führerstand auf die Leggiuna Brücke
Leggiuna Brücke hinter Loderio.                               Foto  R. Werder
Nach Biasca fahrender TW nähert sich der Leggiuna Brücke.
Personenzug mit Güterlast bei Brugaio.
Zwischen Brugaio und Malvaglia Chiesa.
Bei Malvaglia Chiesa.        1970
Talwärts fahrender Zug in Malvaglia Chiesa. Heute führt die Umfahrungsstasse über das Bahntrassee.
Bergwärts von Malvaglia Chiesa.
Zwischen Malvaglia Chiesa und Malvaglia Rongie.
Brücke über den Orino.                                          Foto  R. Werder
ABe 4/4  4-5 auf der Orino Brücke.
Bei Malvaglia Rongie.
Abschiedszüge bei Malvaglia Rongie.    1973
Der ABDe 2/4  1 wartet in Malvaglia Rongie auf den Gegenzug.     1970
Malvaglia Rongie.            1970
Auf der Station Malvaglia Rongie.
Der ABe 4/4  4 - 5 erreicht Malvaglia Rongie.   1973
Nördlich von Malvaglia Rongie.       1973              Coll.  J.-L. Rochaix
Zwischen Malvaglia Rongie und Motto Ludiano.         1970
Bei Motto Ludiano.      1972
Bei Motto Ludiano in der Brenno Schlucht.      1972
Gleich wird der Zug die Station Motta Ludiano erreichen.
Station Motto Ludiano mit der kleinen Kapelle.        Coll.  J.-L. Rochaix
Der unbewachte Hauptstrassenübergang bei Dongio.         1970
Beim Stassenübergang unterhalb Dongio.
Bei den Häusern von Dongio Richtung Marogno.
Zugskreuzung der beiden ABDe 2/4  3 und 1 in Dongio.
Stationsgebäude von Dongio.                              Coll.  J.-L. Rochaix
Oberhalb Dongio mit der Brücke über die Hauptstrasse         1972
                                                              Foto  J.-L. Rochaix
Brücke über den Brenno bei Dongio.                         Foto  R. Werder
Zug nach Biasca bei Corzoneso.       1973             Coll.  J.-L. Rochaix
Talfahrender Zug oberhalb Corzoneso.
Acquarossa, Blick Richtung Gleisende.          1970
Abgestellt in Acquarossa. Die Güterwagen mit den Spitzdächern wurden von der italienischen Bahn Arezzo - Fossato FAC erworben.
Der ABe 4/4  4  in Acquarossa.
Acquarossa, ABDe 2/4  1 und 3  vor der Remise.         1970
Blick auf die Endstation Acquarossa mit den drei Remisen.     1970
Alle Fotos ohne Autorenname:         P. Sutter, Archiv Tramclub Basel



Zur Erstausstattung der BA gehörten die BCFe 2/4  1 - 3 (später ABDe 2/4 ). Etwas seltsam wirkte der einzige, in der Wagenmitte angeordnete Panto.
1951 und 1963 konnten dann mit den ABe 4/4  4 - 5 zwei moderne Fahrzeuge in Betrieb genommen werden.
Alle Fotos:    P. Sutter, Archiv Tramclub Basel


Ausschnitt aus dem Kursbuch 1971


                                               




Das Bahnhofgebäude der SBB in Biasca. Auf dem Bahnhofplatz, da wo der Bus der Autolinee Bleniesi steht warteten einst auch die Züge der BA auf die Reisenden. 
Von der Bahnhofstrasse kommend wurde hier die Strassenkreuzung überquert, anschliessend ging es auf Eigentrassee weiter. Der Fuss- und Radweg in der Bildmitte rechts der Strasse war das Bahntrassee.
Auf der grünen Geländestufe lag das BA Gleis.
Seitwärts der Strasse wurde die Gotthardstrecke der SBB  unterfahren.
Nach dem Passieren der SBB Strecke sind wir bereits beim Depot der BA welches heute als Busgarage genutzt wird. Links der Strasse im Grünen das Trassee.
Auch in Biasca Borgo lag das Trassee unmittelbar neben der Strasse.
Strasse und Bahn haben nun ins Bleniotal eingeschwenkt.
Das Südportal des einzigen kurzen Tunnel welcher unter dem Carnone Wildbach hindurchführt. (Büza di Biasca Tunnel).
Das Südportal des Carnone Tunnel.
Das Bahntrassee nähert sich nun wieder der von links kommenden Hauptstrasse.
Hier bei der Bushaltestelle befand sich auch schon die BA Haltestelle Loderio. Mit dem Förderband wird Ausbruchmaterial vom Gotthard-Basistunnel ins Bleniotal transportiert und hier abgelagert. Die Landschaft am Taleingang verändert sich daher komplett. 
Nach der Haltestelle Loderio wechselte das Bahngleis auf die Talseite der Strasse.
Ein kleiner, gut erhaltener Bachdurchlass am alten Trassee.
Mit einer Linkskurve verlässt das Bahntrassee die Nachbarschaft der Talstrasse.
Mitten im Wald liegt die Brücke über die Leggiuna. Und wenn Ihnen die Brücke etwas komisch erscheint liegen Sie richtig. Die Bahnbrücke wurde verschrottet und erst später durch eine leichtere Fussgängerbrücke ersetzt. Die Widerlager jedoch sind noch Original BA.
Nach der Brücke nähert sich das Trassee wieder der Strasse. Das Gleis lag jedoch nicht auf dem Weg sondern auf dem schlecht wahrzunehmenden Damm auf der rechten Seite des Weges.
Im Hintergrund liegt der Weiler Brugaio. Das Trassee liegt wieder neben der Strasse.
Eine kleine ehemalige Bahnbrücke dient dem Flurweg.
An dieser Stelle lag die Haltestelle Brugaio.
Auf der rechten Seite liegt die schmale, alte Hauptstrasse, welche durch den Ort Malvaglia führt. Die breite Umfahrungsstrasse liegt auf dem Trassee der BA.
Auf der rechten Seite der Umfahrungsstrasse sind noch die alten Stützmauern der BA zu sehen.
Bei der Bushaltestelle befand sich auch die Station Malvaglia Chiesa der BA.
Beim blauen Transporter lag das Stationsgebäude von Malvaglia Rongie. Die neue Umfahrungs-strasse folgt weiterhin dem BA Trassee.
Hier kommt von rechts die alte Hauptstrasse zur Umfahrungsstrasse und damit zum Trassee der BA.
Das Bahntrassee liegt nun wieder unverändert und als Wanderweg genutzt zwischen der Tal-strasse und dem Fluss Brenno.
Auch hier sind die Stützmauern entlang dem Trassee noch gut erhalten.
Sogar noch einige Sockel von den Fahleitungsmasten sind erhalten geblieben.
Auch hier wurde die Eisenbrücke der BA abgebrochen und später durch einen Holzsteg ersetzt. Gut sichtbar die alten Brückenwiderlager.
Auch der Entwässerungskanal rechts vom Trassee blieb erhalten.
Auf einem Bahndamm nähern wir uns der Station Motto-Ludiano. Das Dorf Ludiano liegt links auf der andern Flussseite.
Vorne ein kleiner Durchlass unter dem Bahndamm, im Hintergrund die Strassenbrücke über den Brenno nach Ludiano.
Unmittelbar vor der Kapelle, da wo die Warntafeln für die Bauarbeiten stehen, lag das kleine Stationsgebäude von Motto-Ludiano. Das Bahntrassee führte in der Achse des Fussweges weiter und dann parallel zur Hauptstrasse.
Zwischen Motto-Ludiano und dieser Stelle kurz vor Dongio ist vom Trassee im flachen Talboden nichts mehr zu sehen. Hier überquerte das Bahngleis die Hauptstrasse und führte ansteigend rechts am gelben Haus vorbei.
Weiter leicht ansteigend über die kleine Brücke gelangte man zur Station Dongio.
Blick auf das ehemalige Stationsgebiet von Dongio.
Auf der linken Seite im Bereich der Strasse lag das Stationsgebäude.
Früher das Stationsgebiet von Dongio, heute Spiel- und Parkplatz.
Das Trassee nach der Station Dongio. In einer Linkskurve führte das Bahngleis anschliessend auf einen Damm und überquerte dann die Hauptstrasse und den Brenno auf zwei getrennten Brücken.
Auf der Ostseite wurde der Damm vollständig abgetragen, ebenso die beiden Brücken. Uebrig blieb nur noch das westliche Brückenwiderlager am Brenno, hier in der Bildmitte leicht über-wachsen sichtbar.
Das westliche Brückenwiderlager am Brenno.
Vom westlichen Brückenkopf ein Blick zurück nach Dongio. Das Trassee lief hinter dem gelben Haus hindurch und bog dann auf die beiden Brücken zu.
Neben dem Brückenwiderlager war noch dieses BA Andenken zu finden.
Nach der Brennobrücke führte das Bahngleis wieder in die nördliche Richtung zurück. Der Baum in der Bildmitte steht direkt auf dem Trassee.
Die Fortsetzung dieses Bahndammes wurde beim Hausbau abgetragen.
Hinter den neuen Häusern taucht plötzlich das Stationsgebäude von Corzoneso auf. Von allen Zwischenstationen blieb dieses Gebäude als einziges erhalten.
Das Gebäude von der Rückseite. Alle Stationsgebäude der BA wurden im selben Stil erbaut.
Das Stationsgebiet von Corzoneso.
Hier führte die Strecke durch einen Felseinschnitt. Heute dient das Trassee einer Neubausiedlung als Erschliessungsstrasse.
Etwas erhöht kommt hier das Trassee wieder in die Nähe der Hauptstrasse.
Diesem ehemaligen Bahnübergang folgt eine bereits auf Privatgrund liegende Bachbrücke. In den Gärten der folgenden Villen ist vom Bahntrassee nichts mehr zu sehen.
Die bereits im Villengarten liegende ex BA Brücke dient nun als Hauszufahrt.
Diese Erschliessungsstrasse führt beim Spital von Comprovasco vorbei. Ungefähr beim ersten Leitungsmast gelangte das Bahngleis von rechts kommend zur Strasse und folgte dieser auf der Talseite.
Die neuere Strasse auf der rechten Seite liegt auf dem Bahntrassee, der Fussgängerweg links war die ehemalige Strasse. Im Hintergrund ist bereits die Remise in der Endstation Acquarossa sichtbar.
Vor uns liegt die Endstation Acquarossa-Comprovasco, bestehend aus dem Stationsgebäude mit angebautem Güterschuppen und den drei Fahrzeugremisen. Die Stationsgleise lagen in der Bild-mitte und führten bis zwischen die beiden Remisen im Hintergrund. Der Bus macht weiterhin halt auf dieser Station und der Wartsaal kann benutzt werden. Zu was die Remisen noch dienen ist auf diesem Bild auch ersichtlich.
Der Güterschuppen mit angebautem Stationsgebäude, Gleisseite.
Die drei Fahrzeugremisen, zwei mit im Moment nicht benötigten Bussen.
Von den hintern Remisen blicken wir Richtung Stationsausfahrt.
Und hier noch die Strassenseite des Stationsgebäudes.
Nach Einstellung des Bahnbetriebes wurde der ABDe 2/4  3  in Acquarossa als Andenken an die Bahn aufgestellt. 1991 musste der Triebwagen wegen seines desolaten Zustandes abgebrochen werden.   1978                                              Foto  A. Knoerr      
                 
Der geschlossene Billetschalter im Wartsaal von Acquarossa.
Alle Fotos:      J. Ehrbar                               Mai 2008



Stand 2011


Nachdem die BA 40 Jahre lang mit ihren drei auf die Bahneröffnung gelieferten Triebwagen auskommen musste, konnten 1951 und 1963 identische, moderne Neubaufahrzeuge in Betrieb genommen werden. Nach der Betriebsumstellung wurden die ABe 4/4 Nr. 4 und 5 an andere Bahnen verkauft.  1973        Foto  P. Sutter, Archiv Tramclub Basel
Der ABe 4/4 Nr. 4 kam 1973 zur MOB und wurde im Raum Lenk - Zweisimmen - Gstaad im Regionalzugdienst als Be 4/4  1002 eingesetzt. Das Fahrzeug ist 2011 noch betriebsfähig erhalten, wird jedoch kaum noch eingesetzt.  1976         Foto  J. Ehrbar
Der ABe 4/4 Nr. 5 wurde von der OJB (heute ASm) übernommen. Er verkehrte auf den Strecken im Oberaargau und Seeland, zuletzt als Be 4/4 521. 2002 wurde der Triebwagen an die Touristik-bahn Ferrovia Mesolcinese FM abgegeben. (Strecke Castione - Cama). 1990                                                Foto  Hp. Teutschmann
Bei der FM erhielt das Fahrzeug wieder die ursprüngliche Bezeichnung ABe 4/4  5. Es steht seit 2008 wieder im Tessin in Betrieb und das nur wenige Kilometer von seinem ersten Wirkungsort entfernt.  2011                                  Foto  D. Hunziker
Der B2 Nr. 12 kam 1911 zur Bahneröffnung in Betrieb. 1973 wurde der Wagen vom Verein "Freunde der Schweizer Schmalspurbahnen" übernommen. 2007 gelangte der B2 Nr. 12 dann an die Touristikbahn Ferrovia Mesolcinese FM.          Foto  P. Sutter, Archiv Tramclub Basel
Noch kein Bild vorhanden!
Bei der FM erhielt der B2 die Nr. 53.
Der Postwagen Z Nr. 57 war ursprünglich auf der Brünigbahn im Einsatz. 1949 wurde er auf die BA versetzt und kam dann 1974 zur Ferrovia Lugano - Ponte Tresa FLP als Reservepostwagen.  1973                            Foto  P. Sutter, Archiv Tramclub Basel
Der Z Nr. 9 auf der FLP. Nach der Einstellung der Postbeförderung auf der FLP wurde der Wagen 1987 an die Dampfbahn Furka Bergstrecke DFB abgegeben. 1978               Foto  J. Ehrbar
X  2709 bei der Dampfbahn Furka Bergstrecke DFB. Da der Wagen bei                                   der DFB nicht mehr benötigt wurde kam er zur FM.    Foto  T. Pütz
Bei der FM erhielt der Postwagen wieder seine ursprüngliche Nr. 57 und wurde 2009 in Betrieb genommen. Eine Revision ist noch nicht erfolgt.  2010         Foto  D. Hunziker




                                       




Schweiz. Eisenbahnstatistik  1912Amt für Verkehr
Schweiz. Verkehrsstatistik    1965Amt für Verkehr
Schienennetz SchweizAS Verlag
Aufgehobene Bahnen in der SchweizVRS Verlag


 
   
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