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Talfahrender Zug unterhalb Soazza.                                          Foto P. Sutter



Bellinzona liegt an der Gotthard-Südrampe



Als 1882 die Gotthardbahn eröffnet wurde, war man auch im Tessin und im Mesolcina begeistert von dem neuen Verkehrsmittel. Es ging nicht lange und auch in Mesocco verlangten einflussreiche Personen eine Bahnverbindung zur Hauptstrecke. Die Bahn wurde konzessioniert und erhielt als erste Unternehmung die Bewilligung Gleichstrom mit der erhöhten Spannung von 1500 V anzuwenden. 1907 konnte in zwei Etappen die elektrische Schmalspurbahn Ferrovia Bellinzona - Mesocco BM den Betrieb auf-nehmen. Bereits ein Jahr später wurde durch den Direktor der BM die Konzession für eine Streckenverlängerung über den San Bernardinopass nach Thusis mit Anschluss an das RhB-Netz verlangt.

Aus heute unerklärlichen Gründen wurde die Ausgangsstation Bellinzona in einer Entfernung von ca. 500 m vom Bahnhof der Gottharbahn erstellt. Wahrscheinlich wollte die Gotthardbahn kein Terrain abgeben. Dieser Umstand wirkte sich natürlich nicht gerade kundenfreundlich aus. Trotz mehrerer Projekte zur direkten Einführung der BM in den Hauptbahnhof konnte aus finanziellen Gründen die Realisierung nicht erfolgen. Auch mit der Bahnverlängerung nach Thusis hatte man keinen Erfolg. Während und nach dem ersten Weltkrieg war es unmöglich das nötige Kapital aufzubringen.

In den Kriesenjahren vor dem zweiten Weltkrieg hatte die Bahn grosse finanzielle Probleme und verlangte Hilfe vom Bund. Dieser machte die Hilfeleistung von einer vorgängigen Fusion mit der Rhätischen Bahn abhängig - die BM liegt zum grössten Teil im Kanton Graubünden. 1942 erfolgte die Fusion und damit wurde die BM zu einer Teil-strecke der RhB. Die Bahn wird nun zaghaft modernisiert, das heisst es gelangt altes Rollmaterial von der RhB auf die Misoxerstrecke. Doch der stetige Rückgang der Frequenzen kann dadurch nicht gestopt werden.

In dieser Situation war die RhB nicht mehr gewillt weitere Finanzen einzuschiessen und verlangte beim Bund die Einstellung des Personenverkehrs. Da hatte die RhB die Rechnung allerdings ohne die Bevölkerung gemacht. Sie war absolut nicht gewillt ihre Bahn aufzugeben und es enstand ein jahrelanger Kampf. Weil kein neues Rollmaterial angeschafft werden konnte, das alte aus der Bahneröffnungszeit jedoch teilweise unbrauchbar wurde kam es zur grotesken Situation dass längere Zeit ältere Triebwagen der Appenzellerbahn im Misox zu Gast waren. 1972 war der Kampf der Bahnfreunde zu Ende gekämpft - der Personenverkehr wurde eingestellt.

Der Güterverkehr sollte vorderhand weiter über die Schienen rollen und weil der Güter-umschlag in Castione-Arbedo erfolgte, konnte die Strecke Bellinzona - Castione-Arbedo abgebrochen werden.

1978 wurde die Südschweiz von einem Jahrhundert-Unwetter heimgesucht. Die Misoxerstrecke wurde im obern Teil schwer beschädigt. An einen Wiederaufbau war angesichts des spärlichen Güterverkehrs nach Mesocco nicht zu denken. Auch diese Teilstrecke wurde abgebrochen und es verblieb noch die Strecke zwischen Castione-Arbedo und Cama. Hier war der Güterverkehr auf Rollschemeln zufriedenstellend, doch als die Moesa-Werke ihre Tore für immer schlossen verlor die Bahn ihren Hauptkunden.

Die RhB stellte beim Bund das Gesuch den Güterverkehr auf der Reststrecke ebenfalls einstellen zu können. 2003 wurde der Güterverkehr eingestellt und die Konzession an die SEFT übertragen, welche schon seit einigen Jahren auf der Reststrecke Touristik-züge betrieb.



Ausgangspunkt der BM war die eigene Station Bellinzona welche ca. 500 m westlich des SBB Bahnhofes lag. Die Linie führte nordwärts durch Aussenquartiere, überquerte die Gotthardlinie und anschliessend auf einem schönen Viadukt die Moesa. An den Güteranlagen vorbei wurde die SBB Station Castione-Arbedo erreicht. Hier fand der Güterumschlag zwischen SBB und BM statt. In einer scharfen Rechtskurve an schönen Gärten vorbei gings nun ins Misox, wo die Bahn in den Kanton Graubünden wechselte. Ab St.Vittore begann die Strecke zu steigen und erreichte immer am rechten Talhang bleibend, wo sich auch die Dörfer befinden, die Endstation Mesocco. Dabei folgen sich im obern Teil Brücken, Lehnenviadukte und Tunnel. Die Gleisanlagen in Mesocco waren recht umfangreich mit Holzumladegleis und dem grossen Depotgebäude.

Die Fahrzeit betrug 64 Minuten.

Streckenskizze                                                                  map.search.ch



Von der ersten eingestellten Teilstrecke Bellinzona - Castione-Arbedo steht nur noch der Moesa Viadukt. Die Hochbauten in Bellinzona wurden Jahrzehnte nach der Schliessung abgebrochen. Ungfähr die halbe Streckenlänge ist als Wanderweg erhalten. Die Strecke Cama - Mesocco jedoch ist noch fast überall sichtbar und auf grossen Teilen begehbar. Die Stationsgebäude sind noch alle erhalten, jedoch teilweise in sehr schlechtem Zustand. Eine Ausnahme macht das Gebäude von Soazza das 2007 vollständig renoviert wurde. Auch das Depotgebäude in Mesocco blieb erhalten und dient als Lagerraum. Viadukte und Tunnel sind in bestem Zustand.

Die noch von den Touristikzügen der Ferrovia Mesolcinese FM befahrene Strecke Castione - Cama befindet sich in gutem Zustand und die Fahrt mit dem Trenino wird zu einem bleibenden Erlebnis. 2004 konnte die SEFT die Strecke Castione - Cama von der RhB ins Eigentum übernehmen. Allerdings hat sich die SEFT eine nicht geringe Bürde aufgeladen, gilt es doch nun die 13 Streckenkilometer mit eigenen Mitteln zu unterhalten.



Wunderschön ist die Wanderung auf dem Bahntrassee zwischen Mesocco und Boffalora. In Mesocco Stazione gehen wir auf der Hauptstrasse einige Meter talwärts und sehen sogleich ein schmales Strässchen rechts abbiegen. Es handelt sich um das RhB Bahntrassee welches durch einen tiefen Felseinschnitt führt und nun sachte als Wanderweg talwärts zieht. (Am Wanderwegweiser steht Soazza). Ueber mehrere Brücken, durch Tunnel und Felsen, Wiesen und Wald geht der gut unterhaltene Weg auf dem Bahntrassee nach Soazza. Hier finden wir das schön renovierte Stations-gebäude. Wer nach dieser 3 km Wanderung schon etwas weiche Knie hat kann hier auf den Bus warten. Die andern wandern weiter zwischen dem Felsklotz und der Kirche hindurch auf den Viadukt der die Strasse nach Soazza überquert. Wieder gehts durch herrliche Landschaft über Brücken und durch Tunnel bis wir beim Pont del Sass die alte Talstrasse erreichen. Nun gibt es vom Bahntrassee für mehrere Kilometer nichts mehr zu sehen. Auf der alten Hauptstrasse gehen wir noch 2 km bis zur Bushaltestelle Boffalora wo ein Restaurant unsern Durst stillt. (Die letzten Kilometer auf der alten Hauptstrasse sind nicht gerade die höchste Wanderlust, obschon die Strasse sehr schwach befahren ist. Die Trassewanderung unterhalb Soazza beim Piottatunnel und Viadukt ist derart imposant dass man die Strassenwanderung jedoch gerne in Kauf nimmt).

Wanderzeit Mesocco - Boffalora:       1 Stunde 30 Minuten




Betriebsaufnahme Strecke:
Bellinzona - Lostallo                                                        6.05.1907        
Lostallo - Mesocco                      31.07.1907            
Uebernahme durch RhB             1.01.1942
Einstellung Personenverkehr            27.05.1972
Betriebseinstellung Strecke:
Bellinzona - Castione-Arbedo            27.05.1972
Cama - Mesocco             7.08.1978
Castione-Arbedo - Cama            31.12.2003
Abtretung an SEFT, Strecke:
Castione-Arbedo - Cama             1.01.2004
Streckenabbruch:
Bellinzona - Castione-Arbedo               1972
Cama - Mesocco               1980
Ersatzbetrieb                Bus
Streckenlänge bis 1972                   31,2  km
Streckenlänge 1972 - 1978                    27,9  km
Streckenlänge ab 1978                    12,8  km
Spurweite                  1000  mm
Kleinster Kurvenradius                      80  m
Grösste Neigung                  60  0/00
Anzahl Weichen                 61
Anzahl Stationen und Haltestellen                 19
Tiefste Station         (Bellinzona)               231  m.ü.M.
Höchste Station        (Mesocco)                769  m.ü.M.
Depot / Werkstätte bis  1978             Mesocco
Depot / Werkstätte ab  1978               Grono
Anzahl Tunnel                  3
Anzahl Brücken  (über 2 m Länge)                 26
Betriebsart            Elektrisch
Elektrischer Betrieb ab            Eröffnung
Stromsystem           Gleichstrom
Spannung                     1 500  V
Personalbestand         1942                 53
Beförderte Personen    1910             280 392
Beförderte Personen    1938             228 750
Beförderte Güter         1910                     9 270  t
Beförderte Güter         1938                     9 728  t
Anzahl Zugspaare        1972                10
Kupplungssystem               Zp 2
Bremssystem  elektr. Bremse / Druckluft
Stromabnehmer               Panto
Fahrzeugbreite                      2,70  m
Anstrich der Personenfahrzeuge            rot  (grün)
Höchstgeschwindigkeit                  55  km/h




Triebfahrzeuge

Typ       Nr.    Baujahr  Lieferfirmen  Länge   GewichtLeistung  Plätze        Bemerkungen
    m    t    PS   2 / 31942  an RhB
BCe 4/4  1  1907Ringh./MFO 15,10   31   260 12 / 391942  an RhB
BCe 4/4  2  1907Ringh./MFO 15,10   31   260 12 / 391942  an RhB
BCe 4/4  3  1907Ringh./MFO 15,10   31   260 12 / 391942  an RhB
BCe 4/4  4  1909Ringh./MFO 15,10   31   260 12 / 391942  an RhB
BCe 4/4  5  1909Ringh./MFO 15,10   31   260 12 / 391942  an RhB
Ke 4/4 501  1906Ringh./MFO 11,06   26   220      --1942  an RhB

Personenwagen

Typ    Nr.      Baujahr   Lieferfirmen  Länge   Gewicht  Plätze     Bemerkungen
   m    t    2 / 3
C  51  1907 Ringhoffer  9,44    8  --  / 401942  an RhB
C  52  1907 Ringhoffer  9,44    8  --  / 401942  an RhB
C  53  1905     SIG  9,44    7  --  / 321942  an RhB
B  71  1909 Ringhoffer  9,44    8   -- / 321942  an RhB
FZ 101  1907 Ringhoffer  8,68    7     --1942  an RhB
FZ 102  1907 Ringhoffer  8,68    7     --1942  an RhB

Güterwagen

Typ   Nr.                Baujahr      LieferfirmenLänge  GewichtLade-        Bemerkungen
   m    tgewicht  t
K  601 - 608   1907 / 08 Ringhoffer 7,45    5     101942  an RhB
L1001 - 1003    1907 Ringhoffer 7,45    5     101942  an RhB
L     1004    1918     BM 7,45    5     101942  an RhB
M1101 - 1106 1907 / 08 Ringhoffer 7,45    5     101942  an RhB
M1107 - 1108    1917     BM 7,45    5     101942  an RhB
N1201 - 1204 1907 / 08 Ringhoffer 3,70    4     101942  an RhB
N1205 - 1206    1913    SWS 3,70    4     101942  an RhB



Da die ehemalige BM im Gefüge der RhB ein Inselbetrieb war und zudem ein abweichendes Bremssystem benutzte (Druckluft anstatt Vakuum) waren Rollmaterialverschiebungen nur nach Umbau möglich und wurden nur ungern vorgenommen. Trotzdem musste die RhB zur Verstärkung des Wagenparks nach 1942 mehrere Personen- und Güterwagen vom Stammnetz auf die Misoxerstrecke verschieben. Auch einige Neuanschaffungen wurden getätigt. Kurz vor Einstellung des Personenverkehrs wurden die Triebfahrzeuge ABe 4/4 451 (ex 1) und 455 (ex 5) sowie De 4/4 471 (ex 501) bei Unfällen schwer beschädigt und mussten abgebrochen werden. Ein geeignetes Ersatzfahrzeug konnte bei der Appenzellerbahn AB, mit dem ABe 4/4 41 gefunden werden.


Triebfahrzeuge                                                    Personenwagen
ABDe 4/4   452   ex BCe 4/4  2                             B2    2002   ex B 71
ABDe 4/4453ex BCe 4/4  3B22011ex C 51
ABDe 4/4454ex BCe 4/4  4B22012ex C 52
BDe 4/4491neu 1958B22028ex Stammnetz
ABe 4/4 41Eigentum der ABB22029ex Stammnetz
B22030ex Stammnetz
B22031ex Stammnetz
B22057ex Stammnetz
B22165ex Stammnetz
D4006ex Stammnetz
DZ4059ex FZ 101
DZ4060ex FZ 102


Güterwagen
Gk     5388 - 5394   ex K 602 - 608
Gk5096 - 5100neu 1963
Ek6045 - 6048ex L 1001 - 1004
Ek6012 - 6015ex Stammnetz
Ek6055 - 6056ex Berninabahn
Kk7101 - 7108ex M 1101 - 1108
Kk7110 - 7111ex Chur-Arosa
Kk7114 - 7115ex Chur-Arosa
Kk7025 - 7028ex Stammnetz
Lck7821 - 7826ex N 1201 - 1206
Uce8063 - 8066ex Stammnetz
Uce8071 - 8076ex Stammnetz
Rp-w8239 - 8240neu 1956
Ua8310 - 8313ex HOWAG
Ua8336 - 8341neu 1955 / 56

Dazu kamen noch mehrere Dienstwagen.




Name                        Bahn km    Höhe m.ü.M.   HG    NG    UA   R      DW 
Bellinzona BM     0,0      231  2  4  1
Molinazzo     2,0      239  1
Castione-Arbedo     3,5      244  2  6  2
Castione Villaggio     4.3      246  1
Lumino     5,7      261  2
Valmoesa (nur Güter)     8,1      265  2  3  2
S. Vittore     9,1      279  2  1
Roveredo   10,7      297  2  1
S. Antonio   11,2      302  1
Grono   12,7      336  3  2  1
Leggia   15,2      343  2  1
Cama   16,1      354  2  1
Piani di Verdabbio   17,7      371  1
Sorte   19,2      398  1
Lostallo   21,4      426  3  2
Cabbiolo   23,3      449  2
Soazza   28,5      623  2  1
Mesocco   31,2      769  3  4  1


HG =  Hauptgleis
NG =Nebengleis
UA =Umsetz-Anlage für Normalspurwagen
R =Remise
DW =Depot / Werkstätte





Station Bellinzona RhB.                                            Foto R. Werder
Abfahrbereiter Kurzzug in Bellinzona.                          Foto R. Werder
Bellinzona, Blick Richtung Gleisende.    1972           Foto J.-L. Rochaix
Bellinzona mit dem gemieteten Appenzellerbahn TW. 1972 Foto J. Ehrbar
Bellinzona mit Personenwagen vom RhB Stammnetz.           1970
Bellinzona mit den beiden original Triebfahrzeugtypen.    1972
Einfahrt in Bellinzona, links die zweigleisige Remise.      1970
Zwischen Bellinzona und Molinazzo.          1970
Haltestelle Molinazzo.            1968
Bei Molinazzo.         1972                                    Foto J.-L. Rochaix
Castione-Arbedo,  Viadukt über die Moesa.          1968
Castione-Arbedo SBB.       1968                          Foto J.-L. Rochaix
Der BDe 4/4  491  an der Rollschemelanlage.   1979     Foto J. Ehrbar
In der Abstellanlage von Castione-Arbedo.   1972        Foto J. Ehrbar
Castione-Arbedo mit Zug von Mesocco. Geradeaus führt das Gleis mit
Sägefahrt zum SBB Güterschuppen.    1968          Foto J.-L. Rochaix   
Castione-Arbedo. Links Zufahrt zum Güterschuppen und Zementumlad,
rechts Streckengleis Richtung Mesocco.       1972     Foto J. Ehrbar
Lumino, Güterzug mit Normalspurwagen auf Rollschemel.           1972
Lumino, Personenzug mit zwei Zementsilowagen.         1972
Station Lumino.        1968                                  Foto J.-L. Rochaix
Lumino mit Zug Richtung Mesocco.         1972
Uebergabe der Normalspurwagen an die Valmoesa Werke bei S.Vittore.
Bei San Vittore.          1968
S.Vittore, mit von der Appenzellerbahn gemietetem Triebwagen.  1972
Roveredo mit Zug Richtung Bellinzona.       1968     Foto J.-L. Rochaix
Talfahrender Zug in Leggia.
Cama, heutiger Endpunkt der Strecke.
Oberhalb Cama.        1972                                  Foto J.-L. Rochaix
Piani di Verdabbio.        1969
Zwischen Sorte und Lostallo.
Station Lostallo.   1972                                     Foto J.-L. Rochaix
In Cabbiolo.       1972                                       Foto J.-L. Rochaix
In Soazza mit talfahrendem Zug.         1970
Soazza mit Appenzellerbahn Triebwagen und Postwagen.      1972
Zugskreuzung in Soazza.       1970
Oberhalb Soazza mit bergwärts fahrendem
Triebwagen.      1971
Bei Mesocco,  mit Appenzellerbahn Triebwagen und dem Castello.  1971
Unterhalb Mesocco.      1970
Die Wegunterführung kurz vor Mesocco.    1972
Ausfahrt aus Mesocco, im Hintergrund das Depot.     Foto J.-L Rochaix
Mesocco, Blick Richtung Gleisende, rechts das Depotgebäude.   1972
Mesocco.      1972
Viel Betrieb in Mesocco.     1972                             Foto J. Ehrbar
Dieses Rindvieh scheint nicht viel vom Bahnfahren zu halten.
Mesocco, Blick gegen Depot und Stationsgebäude.        Foto R. Werder
Alle Fotos ohne Autorenname, P. Sutter, Archiv Tramclub Basel


Ausschnitt aus dem Kursbuch Winter 1971/72





Bellinzona, Stationsgebäude und Remise um 1990. Die beiden Gebäude wurden später abge-brochen.                                            Foto P. Sutter, Archiv Tramclub Basel
Der Stationsplatz 2007. Da wo die Remise stand befindet sich nun ein Altersheim. Die dahinter liegende Strecke wurde überbaut.          
Ab dieser Abschrankung ist das Trassee wieder sichtbar. Es verlief in der Achse der Strasse auf der rechten Seite.        
Anschliessend lag das Gleis bis Molinazzo auf einem Damm entlang des Ticino.     
Das BM Trassee bei Molinazzo.
Nach Molinazzo steigt das Trassee an...            
 ...und überquert die Doppelspur der Gotthardbahn.       
Danach senkt sich die Strecke wieder zum Viadukt über die Moesa.         
Der Moesa Viadukt blieb als Fussgängerübergang erhalten, während der anschliessende Damm beim Bau eines Sportplatzes abgetragen wurde.        
Einige Meter vor der Güteranlage von Castione-Arbedo bemerken wir das ziemlich eingewachsene ehemalige Streckengleis.        
Hinten links sehen wir bereits das SBB Stationsgebäude Castione-Arbedo. Zur SBB Seite hin und zum Teil mit Gras überwachsen die Umlade- und Rollschemelgleise. 
Die SBB Station Castione-Arbedo. Vom linken Kreuzungsgleis führte eine Verbindung zu den Rollschemelanlagen. Das Gleis zum SBB Güterschuppen wurde entfernt.     
Alle Fotos:       J. Ehrbar                                                 September 2007



Ab Castione ist die Misoxerstrecke bis hinauf nach Cama befahrbar. Sie ist heute im Besitz der Touristikbahn Ferrovia Mesolcinese FM / SEFT. Eine Bilddokumentation dieser Reststrecke folgt später.



Die Station Cama, Endstation der Museumsbahn in der Abendsonne.     
Das heutige Gleisende in Cama, das Trassee führte vor den Häusern nach rechts. 
Hier fuhr die BM. Ob die Weichenlaterne im Garten von dieser Bahn kommt?     
Anschliessend an die Erschliessungsstrasse folgt dieses Wäldchen.
Auf dem ganzen Abschnitt liegt noch Schotter!         
Blick zurück aufs Trassee oberhalb Cama.            
Bei der Postautohaltestelle Norantola finden wir noch einige Meter Streckengleis. 
Die kleine Bachbrücke der BM.        
Die Bahn hielt weiter oben bei der Haltestelle Piani di Verdabbio.
Hier wechselte das Trassee auf die Talseite der Hauptstrasse.
An die Haltestelle erinnert noch heute das Ristorante Stazione.      
Trassee oberhalb Piani di Verdabbio. Eine Talstufe wird erklommen.        
Hier verlief das Trassee unmittelbar rechts neben der Hauptstrasse.
Hier sind wir bei der ehemaligen Haltestelle Sorte. Auf dem Trassee liegt nun ein kleines Neben-strässchen, die Hauptstrasse ganz links.     
Gleich nach Sorte folgt diese kleine Brücke über einen Seitenbach.           
Nun folgte eine lange Gerade, praktisch ohne Steigung. Das Gleis lag zwischen den Strommasten und der Strasse.      
Das Trassee nähert sich der Moesa. Das Gleis lag hier auf dem Hochwasserdamm. Im Hintergrund wird das Stationsgebäude von Lostallo sichtbar.      
Das Stationsgebäude von Lostallo, Gleisseite.         
Die Strassenseite vom Stationsgebäude Lostallo mit der Laderampe.     
Der Zustand lässt zu wünschen übrig.               
Die Fahrt ging weiter auf dem Moesadamm. Vor Cabbiolo wendet sich das Trassee vom Fluss ab und führt zwischen den ersten Häusern hinduch.      
Das Stationsgebäude von Cabbiolo. Rechterhand lagen die beiden Stationsgleise. Das Trassee führte zwischen den beiden Häusern im Hintergrund hindurch.     
Auf dem Bahntrassee liegt nun ein Feldweg.
Aus der kleinen Bahnbrücke wurde ein Fussgägersteg.        
Nun geht die Strecke in die 60 0/00 Steigung und trennt sich endgültig aus der Nachbarschaft von Fluss und Strasse (im Hintergrund die Kirche von Soazza).    
Der Reigen der Kunstbauten beginnt mit einem Viadukt und anschliessendem Piotta-Tunnel.     
Gefolgt vom Tronaccia Viadukt mit seinen 7 Bögen.            
Derselbe aus der Sicht des Wanderers.         
Dann gleich noch einer ...          
... und noch einer.             
Der Viadukt in der Ansicht von der Hauptstrasse aus.          
Nun zur Abwechslung wieder ein Tunnel  mit Namen Capella .....       
.... mit Sicht ins obere Mesolcina (auf deutsch Misox).
Nach dem Tunnel die grandiose Sicht auf das Dorf Soazza mit einem weiteren schönen Natur-steinviadukt über die Hauptstrasse.            
Zwischen Kirche und Felsrücken hindurch zwängt sich das Trassee zum obern Teil des Dorfes. Hier der Uebergang einer Nebenstrasse.         
Das Bild profitiert vom Gerüst nicht besonders, das ehemalige Stationsgebäude von Soazza jedoch schon. Schön dass dieses Gebäude weiterleben kann. Rechts vom Gebäude lagen die beiden Stationsgleise.     
Gleich nach der Ausfahrweiche wurde die Hauptstrasse überquert und wieder in die 60 0/00 Steigung eingefahren. (Das Trassee verläuft in der Bildmitte.        
Rückblick auf das Stationsgebiet von Soazza.        
Eine Metallbrücke, mit einem Schwellenbelag für die Fussgänger wird überquert (Rückblick).      
Und schon kommt der San Giovanni Tunnel, der oberste in Sicht.       
Auch der letzte Viadukt ist nicht mehr weit.          
Die Sicht aus dem Bachbett (die Dornen lassen grüssen).        
Das Trassee nähert sich nun der Gemeinde Mesocco.          
Rechts auf der andern Talseite kommt die Ruine vom Castello ins Blickfeld.       
Durch einen Felseinschnitt zeigt sich schon die Kirchturmspitze von
Mesocco.          
Nun wird noch eine Strassenbrücke unterquert ...         
... und schon liegt das Dorf Mesocco vor uns. Das Gleis lag in der Linie des
jungen Baumes und passierte anschliessend die Hauptstrasse.
Noch einige Schritte und das ehemalige Bahngelände der Endstation Mesocco liegt vor uns. Links das Stationsgebäude, rechts das Depot mit Werkstätte.       
Das Stationsgebäude ist unbewohnt und verkommt langsam zur Ruine.          
Zwischen den Gebäuden liegen noch die Stationsgleise. Der Teerbelag war zur Betriebszeit allerdings nicht vorhanden. (Heute wenden hier die Postautos).          
Das Stationsgebäude mit Güterschuppen von der Gleisseite.           
Und hier noch das Stationsareal vom ehemaligen Gleisende aus gesehen.            
Alle Fotos:      J. Ehrbar                  Alle Fotos ohne Datum, September  2007




Noch keine Fotos vorhanden!




                           



Bellinzona - Mesocco                                 Leutwiler Verlag
Das grosse Buch der Rhätischen Bahnviafer Verlag
Rhätische BahnRhB Eigenverlag
Schweiz. Eisenbahnstatistik  1910 / 1941Amt für Verkehr
Schienennetz SchweizAS Verlag
Aufgehobene Bahnen in der SchweizVRS Verlag


 
   
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